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AllgemeinesDa ich mit tropischen Pflanzen bis vor ein paar Jahren so gut wie gar nichts zu tun hatte - auch bedingt durch eine Reihe von Vorurteilen: zu kritisch, zu teuer, gehen schnell ein, Pflege während des Urlaubs usw. -, wird die folgende Vorstellung meiner nun - mehr durch Intuition als durch Wissen - gepflegten tropischen Pflanzen ein Bericht von Pflegebedingungen unter für die Pflanzen ungewöhnlichen Bedingungen: den Sommer dürfen sie auf einen überdachtem Balkon und den Winter hinter den Fensterscheiben in einer Wohnung verbringen. Was hier und nachfolgend zu lesen ist, sind meine persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen mit meinen von mir gepflegten Pflanzengattungen Bromelien, Orchideen und Kakteen. Das bei meiner geringen Anzahl - im Vergleich zu den tatsächlichen in der Natur vorhandenen Arten - nicht alles und vieles auch nur ungenau beschrieben werden kann, versteht sich eigentlich von selber. Der Autor ist Mitglied der Deutschen Bromelien-Gesellschaft. WasserqualitätDa die Wasserqualität bei der Versorgung der Bromelien eine wesentliche Rolle spielt, und für meine Situation ausschließlich Leitungswasser zur Verfügung steht, nachfolgend einige Parameter aus der Wasseranalyse der Trinkwasserversorgung der Gemeinde Deizisau:
Die meisten meiner Pflanzen vertragen diese Wasserqualität bis jetzt ohne sichtbare Schäden und ich hoffe es bleibt auch so! Familien, Gattungen und ArtenWer in einem Gemüsegeschäft oder Supermarkt eine Ananas sieht bzw. kauft, wird wohl kaum auf die Idee kommen, mit dieser Frucht eine Bromelie vor sich zu haben. Und doch ist es so. Vor mehr als fünfhundert Jahren hat Columbus die erste Ananas mit nach Spanien gebracht - und damit wohl auch die erste Bromelie. So wird's berichtet. Eine ganze Reihe von Botanikern und Biologen haben sich im Laufe der Jahrhunderte wissenschaftlich mit der Geschichte der Bromelienfamilie beschäftigt. Die dabei entstandenen Bestimmungslisten und Nachschlagewerke füllen ganze Buchregale. Auf dieser Homepage wird es also keine weitere Abhandlung mehr geben. Erstens, weil ich dazu gar nicht den fachlichen Hintergrund habe und zweitens, weil wohl niemand einige Kilo elektronisches virtuelles Papier lesen möchte. Ich beschränke mich also deshalb auf eine erklärende Kurzbeschreibung der von mir gepflegten Gewächse, aber mit vielen Bildern; sofern mir meine Pfleglinge auch den Gefallen tun, zu blühen. Es ist mir auch vollkommen wurscht, ob es sich bei meinen Bromelien um echte Pflanzen oder um Hybriden handelt. Im Gegenteil, manche Hybriden, insbesondere diejenigen, die hier in der Gegend gezüchtet wurden, sind mir wegen der angezüchteten Widerstandsfähigkeit (z. B. klimatische Bedingungen, Wasserqualität usw.) lieber. Die Bromelienfamilie (Bromeliaceae) gehört in die Klasse der einkeimblättrigen Pflanzen (Monocotyledonae), zu denen u.a. auch Palmen, Lilien und Orchideen gehören. Sie teilt sich auf in die Unterfamilien: Bromelien (Bromelioideae) Tillandsien (Tillandsioideae) Pitcairnien (Pitcairnioideae) Die drei Unterfamilien beinhalten zusammen ca. 56 Gattungen mit ca. 2.900 Arten. UnterscheidungOptisch können die drei Unterfamilien relativ einfach unterschieden werden. Bromelien haben einen rosettenartigen Wuchs und die Blattränder weisen grobe bis feine Stacheln auf. Tillandsien haben glatte Blattränder. Wobei hier noch mal zwischen grünen und grauen Tillandsien unterschieden wird. Pitcairnien haben in der Regel starke, nach innen gebogene, Stacheln. ZuordnungZuordnung der häufigsten Gattungen zu den drei Unterfamilien der Bromelienfamilie:
HeimatDie Heimat der Bromelien ist das tropische bzw. subtropische Amerika, also von oben nach unten in allen zentral- bzw. südamerikanische Staaten und von rechts nach links vom Atlantik bis zum Pazifik und das bis in Höhen von 4000 Meter. Sie kommen sowohl im tropischen Regenwald mit Niederschlägen bis zu 5.000 mm/Jahr vor, als auch in extrem trockenen Gebieten, wie z.B. der Küstenregion von Süd-Peru, wo der Niederschlag kaum mehr als 150 mm/Jahr beträgt. In diversen schicken Büchern werden die bevorzugten Verbreitungsgebiete der verschiedensten Arten ausreichend beschrieben. Da ich nicht nur abschreiben möchte, verweise ich auf meine bevorzugte Literatur zu weitergehenden Fragen. LebensweisenIn ihrer Heimat wachsen Bromelien auf allem, was nicht laufen kann. Also Felsen, Bäumen, Dächern und im Erdbereich. Bromelien blühen nur einmal und sterben danach langsam ab. Es werden folgende drei Gruppen unterschieden:
VermehrungDie Vermehrung erfolgt über Samen und Kindel, wie die Ableger der Bromelien genannt werden. Diese entstehen in unterschiedlichsten Formen und an den verschiedensten Stellen (Seitensprosse, Ausläuferartig, Verzweigung des Stammes, unterirdische Ausläufer). |